9 October 2026

Die Praxis des Textes. Raubdrucke und politisches Self-Publishing von den 1960er Jahren bis heute

11:00 AM, Museum Angewandte Kunst
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Die Geschichte politischer Bewegungen ist untrennbar mit der Entwicklung von Selbstpublikationen verwoben. Ab den 1960er-Jahren entstanden in Westdeutschland zahlreiche Verlage, Raubdrucke und Zeitschriften, die der Information und Agitation, aber auch der (Selbst)bildung der politischen Linken dienten. Auch in Frankfurt entstanden zahlreiche Projekte und Publikationen. So zirkulierten Raubdrucke von sozialistischen Klassikern und der Frankfurter Schule unter den Studierenden; in Zeitschriftprojekten wie der »Diskus« wurden neue Ausdrucksmittel erprobt. Das Symposium »Die Praxis des Textes« beschäftigt sich auf vielfältige Weise mit diesen alternativen Printprodukten. 

Organisation

Finn Gölitzer, Adrian Baczyk, Emma Bieck, Nina Sieverding, Adrian Nießler 

Das Symposium ist Teil des Programms der World Design Capital 2026 Frankfurt RheinMain. 

9. Oktober 2026, 11–18 Uhr

Museum Angewandte Kunst

Schaumainkai 17, 60594 Frankfurt am Main

Der Eintritt ist frei.

Programm und Ablauf

11:00–11:15

Begrüßung & Einführung 

11:15–12:00

Michaela Filla-Raquin: Publizieren als Experiment. Der diskus und die Anfänge einer studentischen Gegenöffentlichkeit

12:10–13:00

Annette Gilbert: »Die verlorene Bibliothek«: Reprints zwischen Gemeinnutz, Profit und Recht 

13:00–14:00

Mittagspause 

14:00–14:45

Hannah Stöwe: »Von Amazonen bis Hexen. Lesbisch-feministisches Selfpublishing in West-Berlin.« 

14:50–15:35

Jasper Otto Eisenecker: Learning from Raubdruck: Über Zugang, Zirkulation und Gegenöffentlichkeit im Jetzt

15:45–16:30

Benedict Sepp: »Gegenwissen selbermachen. Raubdrucke als genuine Theorieform der antiautoritären Bewegung.«

16:40–17:25

Jonas von Lenthe: »Distributing Wirklichkeit: Zur Vertriebsgeschichte des Verlags Wirklichkeit Books«